Frühlings-Glücksteller

Montag, 9. Mai 2016 0 KOMMENTARE

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Leute, was für ein wunderbares Wetterchen – ich hoffe ihr habt es in vollen Zügen ausgekostet am Wochenende! Für mich ist der eigene Garten das schönste Fleckchen Erde im Frühjahr und das einzige, was mich nach drinnen bewegen kann ist der Hunger ;-) Eigentlich muss es dann immer schnell in der Küche gehen, aber da ich nun schon seit Wochen auf sonniges Wetter warte, um euch endlich meinen Glücksteller im Holz-Element zu kredenzen, war ich ausnahmsweise sehr gerne in Küche – trotz Sonnenschein im Garten. Und es hat sich gelohnt! Erbsen-Kräuter-Falafel mit Couscous-Taboulé, Zitronen-Hummus und knackiger Fenchelsalat waren wirklich köstlich und haben draussen natürlich umso besser geschmeckt! Im übrigen lassen sich alle vier Sachen wunderbar vorbereiten und für ein Picnic mitnehmen – mein Plan für das anstehende Pfingstwochenende :-)

Erbsen-Kräuter-Falafel

  • 160 g blanchierte Erbsen
  • 2 Dosen Kichererbsen, abgespült+abgetropft
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 5 Stiele Minzblätter
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Tl gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 Tl gemahlener Koriander
  • 2 El fein abgeriebene Zitronenschale
  • 1,5 Tl Backpulver
  • 50 g Mehl
  • Salz
  • 75 g Sesamkörner
  • Rapskernöl zum Braten und Frittieren

Alle Zutaten bis auf Sesam und Öl zu einer glatten Masse pürieren.
Sesam in einer Pfanne ohne Öl anrösten.
Falafelmasse in Esslöffelgroße Portionen  zu Kugel formen und im Besam wälzen.
In einer Pfanne 1 Fingerbreit Öl erhitzen. dIe Fallapfel portionsweise darin goldbraun braten (ca. 2-3 Minuten von allen Seiten). Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Couscous-Taboulé

  • 200 g Couscous
  • 2 El Olivenöl
  • 2 El Zitronensaft
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 1/2 Bund Kerbel
  • 4-5 Stiele Bärlauch
  • Salz

Couscous mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und quellen lassen. Mit einer Gabel auflockern und auskühlen lassen. Öl und Saft unterrühren.
Kräuter fein hacken und unter den Couscous heben.
Mit Salz abschmecken.

Zitronen-Hummus

  • 2 Dosen Kichererbsen, abgespült+abgetropft
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Tl fein abgeriebene Zitronenschale
  • 125 ml Olivenöl
  • 4 El Zitronensaft
  • 70 g Tahini
  • Salz

Alle Zutaten zu einer glatten Masse pürieren. Eventuell etwas Wasser zugießen, falls das Hummus zu fest ist. Mit Salz abschmecken.

Fenchelsalat

  • 1 Fenchelknolle
  • 100 g gemischte Blattsalate
  • 50 g Kürbiskerne
  • 100 ml Sojacuisine
  • 2 Tl Dijonsenf
  • 2 El Wasser

Fenchelgrün abschneiden und fein hacken. Fenchelknolle fein aufschneiden und mit Blattsalat mischen.
Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten und abkühlen lassen.
Sojacuisine, Senf und Wasser zu einem Dressing verrühren.
Dressing unter den Salat mischen und mit Kürbiskernen bestreuen.

Frühlings-Risotto mit grünem Spargel und Erbsen

Dienstag, 3. Mai 2016 0 KOMMENTARE

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Der Frühling ist da und mit ihm dieser herrliche grüner Spargel, den ich dem weißen schon aus rein pragmatischen Gründen vorziehe – klar, weil ich ihn nicht schälen muss ;-) Außerdem gefällt es mir, dass ich mir das lebendige Grün und die frische Energie des Holz-Elementes, so wie wir es auch gerade tagtäglich in der Natur beobachten können, in meine Küche bzw. auf meinen Teller holen kann. Das ist Ernährung im Einklang mit den Jahreszeiten – vor allem, wenn dann noch die äußeren Temperaturen berücksichtigt werden. Daher gibt es bei mir gerade keinen kühlenden oder erfrischenden Spargelsalat, sondern lieber ein Spargelrisotto, das dem Körper ein bisschen Wärme bei diesem Wetter schenkt. Und durch Minze und Zitrone bekommen wir trotzdem einen geschmacklichen Frische-Kick!

  • 600 gr grüner Spargel
  • Salz
  • 100 gr Erbsen
  • 60 Gramm Schalotten
  • 5 Stiele Minze
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 El Zitronensaft
  • Olivenöl
  • 180 gr Risottoreis
  • optional: 150 ml Weißwein
  • 60 g Pinienkerne

Grünen Spargel abspülen und holzige Enden abschneiden. Spargelstangen 3 – 4 Minuten in 1 Liter kochendem Salzwasser garen, herausnehmen und kalt abspülen. Das Kochwasser aufbewahren.
Spargel schräg in 2-3 cm lange Stücke schneiden. Erbsen in kochendem Salzwasser etwa 1 Minute vorkochen, in einem Sieb kalt abspülen und abtropfen lassen. Schalotten schälen und fein würfeln. Minze abspülen, trocknen, Blätter abzupfen und sehr fein hacken. Mit dem Olivenöl und Zitronensaft mischen.
Spargelwasser aufkochen. Öl in einem Topf erhitzen und die Schalotten darin glasig dünsten. Reis dazugeben und unter Rühren kurz glasig dünsten. Mit einer Suppenkelle Spargelwasser (alternativ mit Wein) ablöschen und bei starker Hitze unter Rühren einkochen lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
Weiter jeweils eine Kelle kochendes Spargelwasser zum Reis gießen und bei kleiner Hitze unter Rühren immer wieder einkochen lassen. Sobald die Flüssigkeit vom Reis aufgenommen wurde, immer wieder etwas Spargelwasser dazugeben, bis der Reis bissfest gegart ist.
Parallel Pinienkerne ohne Öl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze goldbraun rösten.
Etwa 2 Minuten vor Garzeitende Erbsen, Spargelstücke, Pininekerne und 2 El Minzöl unter das Risotto heben.
Risotto auf vorgewärmte Teller geben, mit dem restlichen Minzöl beträufeln und servieren.

Der Frühling im Holz-Element

Montag, 25. April 2016 0 KOMMENTARE

Auch wenn wir uns momentan frühlingshaftere, also wärmere, Temperaturen wünschen, so ist das wechselhafte Wetter nicht untypisch für den Monat April – April, April, der macht was er will! Und dazu gehört wechselhaftes Wetter, mit Sonne, Regen und ja, machmal auch Schnee und Hagel. Auch wenn sich das also gerade wieder eher nach Winter als nach Frühling anfühlt, so sind wir schon mitten drin im Holz-Element, das den Übergang von Winter (Wasser-Element) zu Sommer (Feuer-Element) darstellt. Mehr zu dieser spannenden Jahreszeit erfahrt ihr hier, in meinem Artikel über das Holz-Element auf EVIDERO.de. Ich wünsche euch viel Freude beim Nachlesen und Nachkochen – denn natürlich ist auch wieder ein Vorschlag für ein 3-Gang-Menü dabei :-)

Grüner Spargelsalat mit schwarzem Reis und Pistazienkrokant

Freitag, 22. April 2016 2 KOMMENTARE

IMG_1420Endlich ist die Spargel-Saison eröffnet! Und auch wenn sich der Frühling noch ein wenig sprunghaft zeigt, so gibt es jetzt schon wunderbare Spargel-Gerichte als Übergang vom
Wasser- zum Holz-Element. Zum Beispiel dieser Salat aus schwarzem Reis und grünem Spargel in Kombination mit feurigen Chilis, süßlichen Rosinen und der frischen Säure von Zitrone. So wird dann ein 5-Elemente-Gericht draus, das auch Gästen schmeckt. Dazu vielleicht noch ein Gläschen trockener Weißwein und fertig ist ein wunderbar leichtes Frühlingsgericht – egal, was die Temperaturen da draußen machen.

  • 250 g schwarzer Reis
  • 50 g geschälte Pistazien
  • 2 El Reismalz
  • 1 Prise Cayenne Pfeffer
  • 1 Prise Salz
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 rote Chilischoten
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 2 Bund grüner Spargel
  • 3 El Rosinen
  • 120 ml Olivenöl
  • 1 Gurke
  • 1 Bund Minze
  • 1 Bund Koriander
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1-2 El Agavendicksaft

Reis nach Packungsanweisung kochen.
In einer Pfanne Pistazien anrösten und mit Reismalz karamellisieren. Salz und Cayenne Pfeffer darüber streuen. Sobald das Reismalz Fäden zieht, den Pistazienkrokant auf eine Lage Backpapier verteilen und auskühlen lassen.
Knoblauch abziehen und fein hacken; Chilis entkernen und fein hacken; Lauchzwiebeln waschen und in Ringe schneiden; Spargel waschen und holzige Enden abschneiden. Stangen in Stücke schneiden und Spargelspitzen beiseite legen. Rosinen in etwas Wasser einweichen und Gurke in Viertel schneiden.
2 El Öl in einer Pfanne erhitzen, Spargelstücke darin unter Rühren anbraten. Spargelspitzen, Knoblauch, Chilis und Lauchzwiebeln dazu geben und kurz anbräunen.
Minze und Koriander grob hacken.
Zitrone auspressen und Schale von einer Zitronenhälften abreiben. Saft mit restlichem Öl und Agavendicksaft zu einem Dressing verrühren und alle Salatzutaten miteinander vermischen. Krokant in Stücke brechen und auf Salat verteilen.

Sonnengrüße

Donnerstag, 14. April 2016 1 KOMMENTARE

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Ich sende euch viele Sonnengrüße von Mallorca! Ich verbringe hier eine großartige Woche mit Inge Schöps bei unserem Yoga-Retreat, das wir in der wunderschönen Finca Amapola geben. Die Yoga-Gruppe ist so fröhlich und motiviert, dass es ein Geschenk ist, sie jeden Tag unterrichten zu dürfen, das Wetter zeigt sich von einer ungetrübt sonnigen Seite und die Gastfreundschaft von Nicole und Jörg ist unübertroffen. Seid doch im Herbst oder im nächsten Frühjahr mit dabei! Ich würde mich freuen!

Kinderleichter Möhrenkuchen mit Kokos-Nuss-Frosting

Samstag, 26. März 2016 1 KOMMENTARE

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Ich bin ja keine große Bäckerin. Ich glaube es liegt daran, dass man sich beim Backen immer so genau an die Zutaten und Mengen halten muss, wenn man denn dann möchte, dass es auch was wird – das stört mich, improvisiere ich doch so gerne und überfliege Rezepte auch eher, als dass ich sie wirklich lese. Nun backt aber aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen mein kleiner Sohn sehr gerne und es ist einfach zu niedlich, wie er eifrig Zutaten vermischt, Teig anrührt und sich über das Auslecken von Teigschüsseln freut. Also habe ich ihm zu Ostern einen Möhrenkuchen versprochen, worüber er jedes Mal kichern musste – die Vorstellung von Möhren in einem Kuchen fand er einfach zu lustig. Schließlich hatte ich ein kinderleichtes Rezept gefunden, das auch für untalentierte Mamas geeignet ist und habe mit dazu aber noch einen besonderen Clou überlegt: ein veganes Frosting aus Nüssen und Cashews! In das könnte ich mich reinsetzen, so lecker ist das! Und meinem Sohn habe ich nun bereits mehrfach versichert, dass man Möhrenkuchen auch noch nach Ostern backen und essen darf. Darauf hat nämlich nun selbst die Mama Lust :-)

Für den Kuchen:

  • 400 g Karotten
  • 1 Bio-Zitrone
  • 200 g Rohrzucker
  • 200 ml Sonnenblumenöl
  • 1 Tl Zimt
  • 1 Pckg. Backpulver
  • 400 g Mehl
  • 1 Tl Vanille
  • 1 Prise Salz
  • Fett für die Form

Für das Frosting:

  • 60 g Macadamia Nüsse
  • 70 g Cashews
  • 60 ml Mandeldrink
  • 60 ml Ahornsirup
  • 2 El Kokosöl
  • 1 Tl Vanille
  • 2 Tl Zitronensaft
  • 1/2 Tl Salz
  • Kokos-Chips

Nüsse und Cashews mindestens 3-4 Stunden, am besten über Nacht, in Wasser einweichen.
Einweichwasser wegschütten und mit restlichen Zutaten zu einer feinen, cremigen Masse pürieren. In den Kühlschrank stellen und fest werden lassen.

Für den Kuchen Karotten schälen und fein raspeln. Mit den restlichen Zutaten vermischen und in eine gefettete Form füllen. Bei 180° Umluft (200° Ober- und Unterhitze) 40-50 Minuten
backen.
Nach Erkalten mit Frosting bestreichen.
Kokos-Chips in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten und über das Frosting streuen.

Avocado-Schokocreme mit Kakao-Nibs

Montag, 21. März 2016 2 KOMMENTARE

IMG_1334Nun wollte ich euch diese Woche ein erstes Rezept im Holz-Element kredenzen, und dann das: nach den sonnigen Tagen der letzten Wochen wieder ein gefühlter Wintereinbruch! Aber da hilft kein Jammern, sondern nur Umdisponieren, bzw. ein kleiner Brückenschlag vom Wasser- zum Holz-Element. Mit dieser wunderbaren Schokocreme, die ich gerade genüsslich löffele, während ich diesen Post verfasse. Sie ist im Handumdrehen fertig und einzige Voraussetzung für ihr Gelingen ist eine richtig reife Avocado. Wie ihr bestimmt schon wisst, sind Avocados sehr gesund, weil sie voller Vitamine und wertvoller Fettsäuren stecken, und somit finde ich es einfach genial, ein solches Superfood* für eine Süßspeise zu verwenden, die dadurch ohne Reue oder gar schlechtem Gewissen vernascht werden darf. Zusätzlicher Clou: die Kakao-Nibs, klein gehackte und fermentierte Kakaobohnen, die viele Mineralstoffe enthalten und somit auch zu den Superfoods zählen. So lassen sich dann auch nochmal ein paar kalte Tage Mitte März supergut aushalten :-)

  • 1 große reife Avocado
  • 3 El Kakao- oder Carobpulver
  • 3 El Mandeldrink
  • 2 El Agavendicksaft
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Tl gemahlener Zimt
  • 1 El gehackte Pistazien
  • 2 Tl Kakao-Nibs

Avocado halbieren, den Kern entfernen und Fruchtfleisch herauslöffeln. Mit Kakao oder Carob, Mandeldrink, Agavendicksaft, Salz und Zimt zu einer feinen Creme pürieren.
In kleine Schälchen anrichten und eventuell bis zum Servieren kalt stellen. Dann mit Pistazien und Kakao-Nibs bestreuen.

* Als “Superfood” bezeichnen wir natürliche, nicht industriell hergestellte Lebensmittel, die
einen hohen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien haben. Aufgrund ihrer
hohen Nährstoffdichte wirken sie sich positiv auf die Gesundheit aus.

Winterlicher Glücksteller

Donnerstag, 25. Februar 2016 1 KOMMENTARE

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Es schneit mal wieder. Und ehrlich gesagt bin ich ganz froh drum! Weil ich euch nämlich noch einen winterlichen Glücksteller im Wasser-Element schuldig bin. Gut, es gab (zum Glück) noch keine Beschwerden, aber ich hatte im Frühjahr angekündigt euch zu jedem Element einen meiner Glücksteller zu liefern und voilá, hier ist er also nun! Passend zum heutigen Wetter ;-)
Ein Glücksteller ist ein ausgewogenes 5-Elemente-Gericht mit der Betonung auf dem jeweils
aktuellen Element. Daher gibt es heute Wurzelgemüse aus dem Backofen, schwarze Bohnen in einer herrlich aromatischen und wärmenden Gewürzsauce, Wildreis mit Tahini und die Rotkohl-Pickles von letzter Woche (die übrigens immer besser werden).  Wieso gerade diese Kombination unser Wasser-Element stärkt, könnt ihr gerne hier nachlesen. Wie gut das tut und wie gut das schmeckt, müsst ihr selber ausprobieren! Solange der Winter noch mitspielt ;-)

Für das Backofengemüse:

  • 1 kleiner Hokkaido Kürbis
  • 1 große Rote Bete

Für die Bohnen:

  • 1 El Rapskernöl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Paprika
  • 1 Tl Chilipulver
  • 1 Tl gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 Tl Oregano
  • 1/4 Tl Zimt
  • 1 Msp. Nelken
  • 1 Dose Tomaten
  • die Hälfte des gebackenen Kürbis
  • 1 Kelle gekochte schwarze Bohnen (oder aus dem Glas)
  • 1 Prise Salz

Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch schälen, sehr fein hacken; Paprika entkernen und würfeln. Zusammen im heißen Öl andünsten.
Gewürze unter Rühren dazu geben bis es schön duftet.
Dosentomaten, Kürbisstücke und ca. 200 ml Wasser pürieren und in den Topf hinzu geben.
Bohnen und Salz dazu geben und auf kleiner Hitze mit geschlossenem Topfdeckel ca. 35 Minuten köcheln lassen. Je länger ihr die Bohnen kochen lasst, umso aromatischer werden sie! Ich hab meine 2 Stunden einkochen lassen…

Für die Tahini-Sauce:

  • 3 El Tahin
  • 5 El Soja oder Soja-Reis Drink
  • 2 El Zitronensaft
  • 2 Tl Reismalz
  • 1 kräftige Prise gemahlener Ingwer

Für den Teller:

  • Gekochter Wildreis
  • Winterliche Rotkohl-Pickles (hier gehts zum Rezept)
  • Frische Petersilie oder Koriander

Ofen auf 200° Ober-Unterhitze vorheizen.
Kürbis waschen, halbieren, vierteln und entkernen. In große Stücke schneiden. In einer Schüssel mit Öl vermengen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Rote Bete schälen (am besten mit Küchenhandschuhen arbeiten), in große Stücke schneiden, einölen und ebenfalls auf das Backblech geben.
Gemüse im heißen Ofen auf mittlerer Schiene 35-45 Minuten backen.
Während der Garzeit den Reis garen und die Tahini-Sauce machen. Dafür alle Zutaten miteinander pürieren.
Auf einem Teller Reis mit Bohnen, Backofengemüse und Pickles anrichten, mit Tahini-Sauce beträufeln und mit frischer Petersilie bestreuen.

Winterliche Ribollita mit Zitronen-Rosmarin-Knoblauchöl

Sonntag, 21. Februar 2016 1 KOMMENTARE

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Und, was macht ihr so bei 48 Stunden Dauerregen? Ich habe die meiste Zeit in der Küche
verbracht und allerlei Leckeres gekocht, was die allgemeine Stimmung Zuhause deutlich gehoben hat :-) Und was meine Stimmung grundsätzlich immer hebt ist die italienische Küche!
Während meiner vielen Besuche in der Toskana war ich immer wieder begeistert von der Schlichtheit dieser Küche, die so viele köstliche und geschmacksintensive Speisen hervorbringt. Der Clou sind frischeste Zutaten von hoher Qualität, reif geerntet und liebevoll zubereitet. Das schmeckt man und – bei manchen Gerichten - kann man es auch fühlen. Wie zum Beispiel bei der klassischen Ribollita, was übersetzt soviel bedeutet wie “wieder gekocht”. Eine einfache
Gemüsesuppe, die ursprünglich aus Gemüseresten und Cannelli Bohnen entstanden ist und zusammen mit Bauernbrot und Parmesankäse zu einer nahrhaften Speise wurde, von der mehrere Tage gegessen wurde – und die bei jedem Aufwärmen immer leckerer wurde. Da die Suppe mit den Gemüsesorten der jeweiligen Region und Jahreszeit gemacht wird, können so unterschiedlichste Varianten entstehen, die jedes Mal und überall ein bisschen anders schmecken.  Dieser Winterliche Ribollita habe ich zum Beispiel mit Grünkohl gemacht und einem
Zitronen-Knoblauchöl mit Rosmarin, das der Suppe ein paar frühlingshafte Noten verleiht, die uns das Wetter derzeit noch nicht schenken mag. Variiert die Suppe also gerne mit anderem Gemüse eurer Wahl, aber verzichtet bloß nicht auf das Öl!

Für das Öl (am besten am Vortrag ansetzen, damit es schön durchziehen kann):

  • 3-4 Knoblauchzehen
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Zweig frischer Rosmarin
  • 200 ml bestes Olivenöl

Knoblauch schälen, in Scheiben schneiden und in ein Glas geben.
Zitrone heiß abspülen, trocknen und Zesten abreiben. Zu den Knoblauchscheiben hinzugeben. Rosmarinzweig ebenfalls ins Glas legen und mit Öl auffüllen.

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Für die Suppe:

  • Rapskernöl
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Möhren
  • 1 großer Fenchel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Dose Tomaten
  • 2 Dosen Cannelli Bohnen
  • 1 Liter Gemüsefond
  • 1 daumenlanges Stück Kombi-Alge
  • 250 g Grünkohl
  • Sojasauce

Zwiebeln schälen und fein würfen. Möhren schälen und würfeln; Fenchel waschen, Strunk entfernen und in etwa gleich große Würfel schneiden wie die Möhren. Knoblauch schälen und fein hacken.
Rapskernöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln ins heiße Öl geben und bei mittlerer Hitze andünsten bis sie glasig sind. Möhren, Fenchelwürfel und Knoblauch dazu geben und unter Rühren ca. 6 Minuten garen.
Bohnen abgießen und in einem Sieb gründlich abspülen.
Tomaten und Bohnen zum Gemüse geben und mit Gemüsefond aufgießen.
Alge dazu geben und ca. 15-20 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen.
Inzwischen Grünkohl waschen und harte Rippen herausschneiden. Den Kohl grob hacken und zur Suppe geben. Weitere 15-20 Minuten köcheln, bis der Grünkohl gar ist.
Mit Sojasauce abschmecken. Wenn gewünscht die Suppe anpürieren, um sie etwas dickflüssiger zu machen. Mit Zitronen-Rosmarin-Öl beträufeln. Köstlich!

Fermentierte Lebensmittel – winterliche Rotkohl-Pickles

Donnerstag, 18. Februar 2016 7 KOMMENTARE

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Seit Montag mache ich eine Darmreinigung – eine 16tägige Kur, deren Ziel es ist, die Darm-
wände zu entschlacken, eine gesunde Darmflora aufzubauen und somit im Darm das richtige Milieu für eine gesunde Verdauung herzustellen. Ich mache diese Kur 2x im Jahr, jeweils im Frühjahr und im Herbst – denn selbst bei gesunder und vitalstoffreicher Ernährung kann die Verschlackung der Darmzotten durch unsere „Zivilisationskost“, Umwelteinflüsse, Medikamente (besonders Antibiotika), Stress, Alkohol und Nikotin zu Gesundheitsstörungen und Mangelzuständen führen, da Nährstoffe nicht mehr optimal verwertet werden können. Ist der Darm nicht in Ordnung, geht also ein Großteil der wertvollen Nähr- und Mikronährstoffe sprichwörtlich “oben hinein und unten wieder hinaus”. In der Folge sinkt die Fähigkeit, Nährstoffe aufzunehmen und Giftstoffe abzuwehren, sprich unser Immunsystem wird geschwächt.
Tatsächlich sitzen ca. 80 % unserer Immunzellen im Darm und so ist ein gesunder Darm ist die Voraussetzung für einen gesunden Körper.

Und wie es nun der „Zufall“ will, ist mir diese Woche ein entsprechender Artikel über die Bedeutung fermentierter Lebensmittel für die Gesundheit des Darms in die Hände gefallen. Von der 5-Elemente-Ernährungslehre weiß ich, dass diese Nahrungsmittel (zum Beispiel Miso oder „Pickles“, also milchsauer vergorenes Gemüse), täglicher Bestandteil unserer Ernährung sein sollten, weil sie ein gesundes ausgewogenes Milieu in unseren Verdauungsorgangen schaffen, die Darmflora harmonisieren und so die Verdauung unterstützen. In dem Artikel wird dies sehr gut erläutert, wie auch die Tatsache, dass fermentierte Lebensmittel außerdem Wunder für das Immunsystem wirken, weil die Probiotika bei der Erzeugung von Antikörpern helfen. Etwas was übrigens nicht nur die alten Chinesen, sondern auch in vielen anderen Kulturen seit Jahrtausenden bekannt ist.*

So habe ich dies als Anregung genommen, um winterliche Rotkohl-Pickles zu machen, die mich nun bei der Darmreinigung unterstützen und mir sicherlich noch ein paar Wochen länger schmecken werden.

  • 1 kleiner Rotkohl
  • 2 Lorbeerblätter
  • 8-10 Wacholderbeeren
  • 500 ml Reisessig (Gen mai su)
  • 200 ml Apfelsaft (naturtrüb, ungesüßt)
  • 2 El Agavendicksaft
  • 1/2 Tl Salz

Rotkohl fein hobeln. Restliche Zutaten in einem Topf aufkochen. Kochende Flüssigkeit über den Rotkohl gießen und gut verrühren. Offen abkühlen lassen und dann abgedeckt im Kühlschrank für 3-7 Tage milchsauer vergären lassen. In einem sauberen Gefäß und im Kühlschrank halten sich die Pickles bis zu 6 Monate – insofern sie nicht sowieso vorher aufgegessen werden ;-) Empfehlenswert ist 1 El am Tag zu einer entsprechenden Mahlzeit zu essen. Wohl bekommt’s!

* Hier der Artikel aus der Januar/Februar Ausgabe von “The art of growing young”: FermentierteLM