Süßkartoffelchips mit Orange und Thymian

Donnerstag, 17. November 2016 0 KOMMENTARE

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Am Samstag ist es soweit – ich schlage dem nass-grauen November ein Schnippchen und fliege für 10 Tage nach Fuerteventura in die Sonne! JUCHUUU!
Und wenn eine eine Reise tut… räumt sie vorher noch den Kühlschrank leer bzw. futtert noch schnell alles auf, was keine 10 Tage lang mehr hält. Wie zum Beispiel die 2 Süßkartoffeln, aus denen letzte Woche eigentlich eine Suppe werden sollte, und die dann aber irgendwie in Vergessenheit geraten sind. Und da ich euch noch gerne einen letzten Post zum Metall-Element bescheren wollte, bevor wir uns nach meiner Rückkehr im Dezember dann schon ins Wasser-Element bewegen, lagen Süßkartoffelchips quasi auf der Hand. Mit Orange (weil die auch weg mussten) und Thymian (das letzte, noch lebende Kraut in meinem Gemüsehochbeet). Ihr merkt schon, bei mir kommt nix um ;-) Und die Kombination ist wirklich super!

Für Gemüsechips kann aber praktisch jedes Gemüse verwendet werden: Kartoffeln (neue
Ernte muss man nicht schälen), Karotten oder Pastinaken ebenso gut wie Sellerie, Kohlrabi, Kürbis oder Zucchini. Bei den Gewürzen kann man ruhig mutig sein und sich einfach mal quer durch den Kräuterbeet (insofern eben noch vorhanden) oder das Gewürzregal würzen. Das Prinzip ist dann immer gleich: Das gewählte Gemüse unter fließendem Wasser reinigen, wenn nötig schälen. Anschließend mit einem Gemüsehobel oder per Hand in dünne Scheiben schneiden. Mit Öl und Gewürzen mischen und ab damit in den Backofen. Im Gegensatz zu handelsüblichen Kartoffelchips werden diese Gemüsechips nämlich nicht frittiert, sondern im Ofen gebacken, weshalb sie auch mit weitaus weniger Fett auskommen. Und weshalb man sie mit gutem Gewissen auffuttern darf – auch ohne Urlaub vor der Tür :-)

  • 2 Süßkartoffeln
  • 4 El Olivenöl
  • 2 Tl Orangenabrieb
  • 1/2 Tl Salz
  • 2 Tl frischer Thymian

Backofen auf 170° Ober- und Unterhitze vorheizen.
Süßkartoffeln schälen und in dünne Scheiben hobeln. In eine Schüssel geben und mit den restlichen Zutaten vermischen.
1 Backblech mit Backpapier auslegen und die Süßkartoffelchips lose darauf verteilen, sie sollten nicht überlappen (eventuell müsst ihr in 2 Chargen backen ). Auf der mittleren Schiene ca. 40-50 Minuten backen, je nach Größe der Chips. Am besten öfters mal nachsehen – zwischen knusprig und verbrannt liegen oft nur wenige Minuten.

Mohn-Mandelporridge mit Kardamom und Kaki-Kompott

Freitag, 4. November 2016 1 KOMMENTARE

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Kennt ihr Kakis? Habe ich gestern im Bioladen entdeckt und spontan gekauft, weil sie soooo schön süß und vanillig schmecken. Als ich früher noch viel Rohkost gegessen habe, gehörte die Kaki im Winter zu meinem „Standard-Obstteller“, denn sie ist reich an Vitamin A, Phosphor,
Magnesium und Calcium und weist einen hohen Glucose-Gehalt auf, weshalb sie viel Energie liefert. Ideal also zum Frühstück! Nur bitte nicht mehr roh, denn das ist mir zu kalt. Also gab’s heute Morgen ein schnelles Kaki-Kompott zu meinem momentanen Lieblings-Porridge mit Mohn, Mandel und Kardamom. Mmmmmmh… Also, wenn du Kakis auch nur annähernd so
lecker findest wie ich, dann wirst du dieses Rezept lieben!

Für 2 Personen:

  • 1 reife Kaki
  • 50 ml Apfelsaft

Kaki waschen und in kleine Würfel schneiden. Zusammen mit dem Saft in einen kleinen Topf geben und kurz aufkochen. Hitze reduzieren und mit geschlossenem Topfdeckel ca. 15-20
Minuten einköcheln lassen. Sollte die Kaki nicht saftig genug sein, etwas Flüssigkeit hinzugeben.

  • 1/2 Banane
  • 60 g Haferflocken (Zartblatt)
  • 1/2 Tl Mohn
  • 1/4 Tl Kardamom
  • 1 Prise Salz
  • 180 ml Mandeldrink (oder ein anderer pflanzlicher Drink)
  • 180 ml Wasser
  • 1 El weißes Mandelmus

Banane grob hacken und zusammen mit Flocken, Mohn, Kardamom und Salz in einen Topf (ohne Öl!) geben und unter Rühren anrösten, bis Flocken und Gewürze duften. Dabei aufpassen, dass nichts anbrennt. Mit Drink und Wasser ablöschen und kurz aufkochen. Hitze reduzieren, Mandelmus einrühren und Porridge ca. 5-7 Minuten (ohne Deckel) einköcheln lassen, bis die Flüssigkeit aufgenommen wurde und die Banane sich weitestgehend aufgelöst hat. Dabei immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt.

Heißes Porridge zusammen mit dem Kompott servieren. Wer möchte, kann alles noch mit
etwas Mohn oder auch Chiasamen toppen.

Gebackene Rondini mit herbstlicher Maronen-Seitan-Füllung

Mittwoch, 26. Oktober 2016 0 KOMMENTARE

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Nach einem Waldspaziergang mit meinem sehr sammelfreudigen kleinen Sohn, kamen wir vergangene Woche mit einer ganzen Tüte voller Esskastanien nach Hause. Und 2 Fragen im Kopf (also in meinem ;-)

Erstens: Wie bekommt man diese denn nun eigentlich richtig bzw. am einfachsten aus der Schale?

Und zweitens: Was machen wir (also ich) daraus? Maronensuppe geht ja immer, hab ich auch gemacht (Schalotten anbraten, getrockneter Thymian mitanbraten bis es duftet, mit Weißwein ablöschen, Maronen und Gemüsefond dazu geben, köcheln lassen, pürieren, salzen, fertig, herrlich!), aber was ginge noch?

Zunächst habe ich mich mit der 1. Frage beschäftigt und mehrere Versuche ergaben die
Strategie weiter unten im Text.

Die 2. Frage beantwortete sich quasi von selbst, als ich Samstag auf dem Markt Rondinis entdeckte – die hatte ich bislang nur selten gegessen, meist recht puristisch (in Wasser gekocht, halbiert, entkernt, mit ein paar Tropfen Zitronensaft und Olivenöl, sowie einer Prise Salz) und mussten nun unbedingt in den Einkaufskorb, mit der Idee, diese zu füllen und zu backen. Für die Füllung brauchte es dann kein langes Überlegen und Ausprobieren. Maronen war klar,
Seitan irgendwie auch, dann Zwiebelchen, ein bisschen Knoblauch, Thymian und Oregano – was kann da schon schiefgehen?! Gar nix, richtig! Und so hat’s dann auch Groß wie Klein super geschmeckt!

Also ihr Lieben, ab in den Wald und dann schnell zum Markt, denn lange wird es die Rondinis nicht mehr geben!

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Für die Maronen:
Ofen auf 200 ° (180° Umluft) vorheizen.
Maronen mit einem scharfen Messer kreuzweise einschneiden (nicht nur die Schale, sondern auch das sich darunter befindende braune Häutchen), am besten auf der gewölbten Seite.
Ein Topf mit Wasser zum Kochen bringen und die Maronen ca. 6 Minuten vorkochen, um die Garzeit im Ofen zu verkürzen.
Nasse Maronen mit der eingeritzten Seite nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 20 Minuten rösten. Sie sind fertig, sobald die eingeschnittene Schale aufgesprungen ist und die Schale sich dunkler gefärbt hat. Nun die ausgetrocknete Schale und die sich darunter befindende Haut ganz einfach von den Kernen ablösen. Das funktioniert aber nur solange die Maronen noch heiß sind!

Tipp: Die Maronen lassen sich besser schälen, wenn sie vor dem Einritzen ca. 1 Stunde in einer Schale mit kaltem Wasser liegen.

bildschirmfoto-2016-10-21-um-22-04-24 Für 4 Personen:

  • 4 Rondini
  • Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250 g Seitan
  • 250 g geschälte, gegarte Maronen
  • 1/2 TL Paprikagewürz rosenscharf
  • 1/2 TL getrockneter Oregano
  • 1/2 TL getrockneter Thymian
  • ½ T Salz
  • 250 ml Gemüsefond

Ofen auf 200°C (Umluft 180°) vorheizen.
Rondini waschen, halbieren und entkernen. Rondini innen mit Olivenöl bepinseln.
Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. In eine Schüssel geben.
Seitan und Maronen hacken (das geht am besten in einem Blitzhacker) und ebenfalls in die Schüssel geben.
Gewürze dazu geben und alles gut miteinander vermengen.
Soviel wie möglich von der Mischung in die Rondini füllen. Es kann ruhig eine kleine Wölbung nach oben entstehen.
Deckel auf die Rondini setzen und diese dann in eine kleine Auflaufform setzen. Falls Füllung übrig ist, diese einfach um die Rondini herum in die Form geben.
Gemüsebrühe angießen und ca. 40 Minuten backen. Dann die Deckel neben die Rondini legen und weitere 10 Minuten backen, damit der obere Teil der Füllung schön knusprig wird.

Gebackener Apfel-Zimt-Porridge

Donnerstag, 13. Oktober 2016 0 KOMMENTARE

bildschirmfoto-2016-10-12-um-15-40-37Der Herbst wird in der chinesischen Ernährungslehre dem Metall-Element zugeordnet. Wenn die Luft klarer und kühler wird, ziehen sich die Säfte der Pflanzen zurück in die Wurzeln, Blätter trocknen aus und fallen ab. Es ist eine nach innen und unten gerichtete, sich stark verdichtende, zusammenziehende Energie, ein Prozess der Austrocknung des „Überflüssigen“.
So wie die Natur den Rückzug antritt, so ziehen sich auch im menschlichen Organismus die
Energien und Säfte zurück, so dass ein verstärktes Verlangen nach Ruhe und Schlaf entsteht. Wer den langen Sommer und Spätsommer in vollen Zügen ausgekostet hat, wird dieses Bedürfnis begrüßen. Es ist die Zeit, um Geist und Energie zu sammeln, alles Unnötige loszulassen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Auch durch unsere Ernährung können wir diese Energie unterstützen, zum Beispiel in dem wir auf Kochtechniken und Lebensmittel zurückgreifen, die das Pendant zu dem Prozess des Austrocknens in der Natur darstellen. Dazu gehört das Backen, wie auch die Verwendung getrockneter Gewürze und Trockenfrüchte. Das sich äußerlich wandelnde Klima findet in unserer Ernährung Berücksichtigung durch entsprechend wärmende Speisen. Wer also bislang noch an seinem morgendlichen Müsli festgehalten hat, tut gut daran, spätestens jetzt auf ein wärmendes Frühstück umzustellen.
Ich gehöre ja sowieso zu der Fraktion, die nahezu das ganze Jahr über Porridge frühstückt – nicht nur, weil es mir gut tut, sondern vor allem weil es mir so gut schmeckt! Es passiert nicht selten, dass ich abends schon in Vorfreude auf den nächsten Morgen die Zutaten für meinen Brei zurecht stelle. Um für Abwechslung zu sorgen, variiere ich auch gerne meine Rezepte.
Backen ist eine der einfachsten Möglichkeiten dazu und so gebe ich seit einigen Tagen meine morgendlichen Brei-Zutaten nicht mehr in einen Topf, sondern in eine Auflaufform. Das Ergebnis ist jedes Mal köstlich, denn das Backen verdichtet nicht nur die Energie, sondern konzentriert/verstärkt auch das Aroma sämtlicher Zutaten. Und das funktioniert auch wunderbar mit anderen Zutaten, wie zum Beispiel mit Birne, getrockneten Maulbeeren, Kardamom und weißem Mandelmus. Unbedingt ausprobieren!

Für eine kleine Auflaufform:

  • 120 g Haferflocken
  • 225 ml Mandeldrink (oder ein anderer pflanzlicher Drink)
  • 1 roter Apfel
  • 4 Datteln
  • 1 Tl Zimt
  • 1 El Reismalz
  • 1 El Mandelmus
  • 1 Prise Salz

Backofen auf 200 ° (Umluft 180°) vorheizen.
Haferflocken zusammen mit Mandeldrink in eine Schüssel geben und ca. 10 Minuten ein-
weichen lassen.
Inzwischen Apfel entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden (oder auf der groben Seite der Küchenreiben reiben); Datteln halbieren, den Kern entfernen und grob hacken.
Nach der Einweichzeit Flocken, Apfel, Datteln und restliche Zutaten gut miteinander ver-
mischen und in eine kleine Auflaufform füllen.
Im Ofen ca. 20 Minuten backen, bis die Oberflächige allmählich die Farbe wechselt.

Reste, falls vorhanden, können übrigens super im Ofen aufgebacken werden und mit auf-
geschlagener Sojasahne am Nachmittag vernascht werden :-)

Kurkuma Latte

Sonntag, 25. September 2016 0 KOMMENTARE

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Seit vorletzter Woche lautet mein Motto „gestärkt und gereinigt in die kalte Jahreszeit” und so befinde ich mich heute am 10. Tag einer Darmreinigung, die ich zweimal im Jahr mache. Denn selbst bei gesunder und vitalstoffreicher Ernährung kann die Verschlackung der Darmzotten durch unsere „Zivilisationskost“, Stress und Medikamente zu Gesundheitsstörungen und
Mangelzuständen führen, da Nährstoffe nicht optimal aufgenommen werden können. Zudem sitzen ca. 80 % unserer Immunzellen im Darm und das alleine ist schon ein wichtiger Grund den Darm fit zu halten.
Und es ist auch keine wilde Sache: Eine 16-tägige Ernährungsumstellung und Vitalstoffe gestalten den Prozess überschaubar und geben mir ein gutes Gefühl von Klarheit und Reinheit, die sich gerade jetzt zum Herbstanfang sehr passend anfühlt.
In diesem Zusammenhang kommt heute das Rezept für meinen derzeitigen Schlummertrunk zu euch: Kurkuma-Latte, oder auch Goldene Milch genannt. Ich habe dieses Rezept schon vor Jahren von meinem TCM-Arzt bekommen und trinke sie daher nicht nur während der Darm-
reinigung – wenn auch jetzt besonders gerne! -, denn sie ist eine tolle Einschlafhilfe, weil sie wärmend und entspannend wirkt, während der süße Geschmack beruhigt und harmonisiert.
Überhaupt ist sie einfach ein Rundum-Wohlfühl-Getränk, da Kurkuma und der darin enthaltene Bestandteil Curcumin voller Nährstoffe, Antioxidantien und Phytonährstoffe steckt. Es gilt als entzündungshemmend (besonders in den Gelenken), schmerzlindernd und soll sich außerdem positiv auf die Vorbeugung von Krankheiten wie Krebs, Alzheimer und Herz-, Kreislauf-
erkrankungen auswirken. Außerdem reinigt es auf natürliche Weise die Lunge, reguliert den Stoffwechsel und ist ein natürliches Mittel gegen Depression.

Wahrscheinlich wird Kurkuma Latte nicht allen von euch sofort schmecken, aber bleibt offen und schmeckt euch langsam heran. Es lohnt sich!
Der Pfeffer fördert übrigens die Aufnahme des Curcumins. Lasst diesen deshalb
bitte nicht weg. Zudem kommt er (wie auch der Ingwer) im Übergang zum Metall-Element jetzt gerade richtig, da wir dieses Element über den scharfen Geschmack unterstützen.

Rezept für 1 große oder 2 kleine Tassen:

  • 1 El Bio-Kurkuma (oder ein vergleichbar hochwertiges Pulver)
  • 120 ml Wasser
  • circa 15 g geriebener Ingwer (ca. 1 daumengroßes Stück)
  • 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
  • 1-2 EL Reismalz
  • 350 ml Mandeldrink (oder ein anderer Pflanzendrink)
  • 1 kräftige Prise schwarzer Pfeffer (ca. 1/4 Tl)
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Tl natives Kokosöl

Kurkuma mit Wasser in einen Topf gegeben, verrühren und erhitzen, bis die Flüssigkeit langsam andickt.
Nun kommt der geriebene Ingwer dazu, sowie die Prise Muskat. Das Ganze köcheln lassen und dabei weiter rühren, damit es nicht anbrennt.
Zum Schluss entsteht eine aromatisch duftende Paste, die den Grundstein der
Kurkuma Latte bildet.
Mandeldrink in einen zweiten Topf erhitzen und dann die Kurkuma-Paste unter-
rühren.
Sobald sich diese aufgelöst hat, werden die restlichen Zutaten eingerührt.
Die daraus entstehende Goldene Milch 2 Minuten unter Rühren köcheln lassen und noch heiß/warm genießen.

Süßer Kürbis-Trifle

Mittwoch, 14. September 2016 0 KOMMENTARE

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Auch wenn es sich zur Zeit noch mit Temperaturen über 30 Grad wie Hochsommer anfühlt, sind wir bereits im Spätsommer mit Übergang zum Herbst – die Tage werden kürzer, die Nächte kühler. In der chinesischen Ernährungslehre steht das Erd-Element für diese Übergangszeit von Sommer zu Herbst, in der wir dem Körper jetzt schon mehr Wärme und Energie über die Nahrung zuführen und uns somit auch auf die kühlere Jahreszeit des Herbstes vorbereiten.
Das Erd-Element steht auch für unsere körperliche Mitte, für unsere Ernährung und Verdauung – die zugehörigen Organe sind Milz/Bauchspeicheldrüse und Magen, deren Hauptaufgabe darin besteht, Energie (Qi) aus der Nahrung zu gewinnen und es dem Körper zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Milz in ihrer Funktion zu unterstützen, vor allem mit gekochten, naturbelassenen Speisen, denn am besten funktioniert die Verdauung, wenn die Nahrung bereits körperwarm aufgenommen wird.

Der süße Geschmack wirkt auch unterstützend auf Milz und Magen, entspannt außerdem den Körper, nährt und liefert die notwenige Energie, damit wir uns auf unsere Arbeit konzentrieren können. Daher steht in der chinesischen Ernährungslehre der süße Geschmack im Vordergrund jeder Mahlzeit: 80% der Nahrung eines Erwachsenen sollte süß schmecken und beim Kind sogar 90%! Damit ist natürlich nicht Zucker, Honig oder Schokolade gemeint. Es geht um den natürlichen süßen Geschmack, den viele Grundnahrungsmittel haben: die verschiedenen Getreidesorten, viele Gemüse- und Obstsorten, allen voran die mit einer runden Form und/oder einer orangen Farbe, wie zum Beispiel der Kürbis, sowie hochwertige Fette und Öle, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte. Und auch die Kochtechnik des Langkochens unterstützt diesen süßen Geschmack.

Eine lange Einleitung, ich weiß, aber da der süße Geschmack in unserer Gesellschaft so dermaßen in Verruf geraten ist, liegt mir dieses Plädoyer sehr am Herzen :-)

Und nun zum Rezept, das auf wunderbare Weise all diese Aspekte des Erd-Elements in sich vereint, und außerdem noch eine etwas andere Zubereitungsart für Kürbis darstellt - nämlich als süßes Dessert, das auch bei Gästen was hermacht.

Für 4 Personen:

  • 350 g Hokkaido Kürbis
  • 75 g vegane Vollkornkekse
  • 150 g veganer Quark (Provamel)
  • 4-5 El Reismalz
  • ½ Tl Zimt
  • 2 Msp. Gemahlener Ingwer
  • 100 ml Sojacuisine
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Prise Vanille
  • optional: Agavendicksaft

Kürbis in große Stücke schneiden. Mit wenig Wasser im Topf ca. 35 Minuten gar köcheln.
Inzwischen Quark und Reismalz cremig verrühren und kalt stellen (damit der Quark wieder
fester wird) und Kekse fein zerkrümmeln.
Sojacuisine mit Zitrone und Vanille steif schlagen, gegebenenfalls mit Agavendicksaft süßen, und ebenfalls kalt stellen.
Nach der Garzeit Kürbiswasser abgießen und Kürbis mit Kartoffelstampfer fein zerdrücken. Vollständig abkühlen lassen.
Quark mit Kürbispüree, Zimt und Ingwer verrühren.
Keksbrösel auf 4 Dessertgläser verteilen, dabei 2 Tl zurückbehalten.
Kürbismasse auf Gläser verteilen und mit Sahnehaube abschließen. Je nach Form/Größe der Gläser kann mehrmals geschichtet werden (s. Foto).
Mit restlichen Keksbrösel bestreuen.

5style-Lieblings-Curry

Montag, 22. August 2016 0 KOMMENTARE

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Wie manche von euch wissen, habe ich meine Kindheit in Afrika verbracht und bin mit den
Düften und Geschmäckern der afrikanischen und indischen Küche groß geworden. Für mich sind daher zum Beispiel Curry-Gerichte unmittelbar mit einem Gefühl von Sonne und Wärme verbunden – und haben mich schon oft über so manchen grau-naßen Tag hinweg getröstet.
So auch dieses Curry, das mich schon seit vielen Jahren begleitet und mein Lieblings-Curry ist. Es ist schnell gemacht, kinderleicht und schmeckt wirklich jedem. Und besser die Sonne auf dem Teller, als gar keine ;-)

  • 5 El Rapskernöl
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Tl Bockshornkleesamen
  • 1 Tl Currypulver
  • 1 kleine getrocknete Chilischote
  • 1 Handvoll getrocknete Curryblätter*
  • 400 g gemischtes Gemüse (z.B. Zucchini, Paprika, Süßkartoffeln)
  • 100 g frischer Spinat oder Mangold
  • 1 Dose Tomatenstücke (400 g)
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • 1 Zitrone
  • Salz

 

Öl in einer Pfanne erhitzen.
Ingwer und Zwiebeln schälen und fein hacken.
Gemüse waschen, schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Ingwer, Zwiebeln, Bockshornkleesamen, zerbröselte Chilischote, Currypulver und -blätter im heißen Öl anbraten, bis die Gewürze duften. Gemüsestücke, bis auf Spinat oder Mangold, dazu geben und kurz mit anbraten.
Mit Tomaten und Kokosmilch aufgießen und aufkochen.
Einen Deckel auf die Pfanne legen, die Hitze reduzieren und Curry 35 Minuten köcheln lassen.
Während dessen Spinat oder Mangold waschen und trocknen. Den Strunk entfernen, die Blätter in Streifen schneiden und in das Curry einrühren. 1-2 Minuten mit köcheln lassen.
Mit Zitronensaft und Salz abschmecken.
Mit Reis servieren.

* Curryblätter bekommt ihr in indischen und asiatischen Feinkostläden. In der Regel sind sie getrocknet, aber in den Sommermonaten gibt es auch frische.

Möhren-Kokos-Suppe

Donnerstag, 4. August 2016 0 KOMMENTARE

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Nach den sintflutartigen Regenfällen der letzten Tagen ist es ja schon fast wie eine Befreiung, dass es heute endlich mal wieder trocken ist. Sommer fühlt sich aber trotzdem anders an, denn mit gerade mal 19-20 Grad, ist es für den Spätsommer recht kühl. Da kommt diese wunderbar, cremige und würzige Suppe gerade recht – sie wärmt mit einer Leichtigkeit, die Wetter und Jahreszeit gleichermaßen gerecht wird. Der süßliche Geschmack und die leuchtend-orange Farbe der Möhren unterstützen dabei das Erd-Element, das den Spätsommer repräsentiert. Und sollte es am Wochenende doch noch warm werden, so kann sie auch kalt serviert werden. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt ;-)

Für 4 Personen:

  • 600 g Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 El Rapskernöl
  • 1,5 Tl gemahlener Koriandersamen
  • 1 kleine getrocknete Chilischote
  • 600 ml Gemüsefond
  • 400 ml Kokosmilch
  • 1 Bio-Zitrone
  • 2,5 El Zitronensaft
  • Salz

Möhren schälen und in große Stücke schneiden.
Zwiebeln und Knoblauch schälen und klein hacken.
Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch, Koriandersamen und die zerbröselte Chilischote darin anbraten.
Möhren dazu geben, kurz unter Rühren mit anbraten und dann mit Fond und Kokosmilch aufgießen. Suppe aufkochen und dann mit geschlossenem Deckel 35 Minuten köcheln lassen, bis die Möhren gar sind.
Zitrone heiß abspülen, abtrocknen, die Schale fein abreiben und den Saft auspressen.
Suppe pürieren und mit Zitronenabrieb und -saft aromatisieren.
Mit Salz abschmecken.

Sooni Kind dazu:
„Süppchen geht immer!“ bekomme ich häufig zu hören, wenn Menschen über Appetitmangel aufgrund des feucht-schwülen Wetters klagen. Durch das viele Schwitzen entsteht schnell ein Verlust an Säften, den Suppen hervorragend ausgleichen. Mit dem hohen Anteil an Kokosmilch bringt Sabines Rezept auch den Substanzverlust wieder ins Gleichgewicht. Mit Suppen können unsere Nieren – besser als mit Rohkost und Obst – im Sommer ihr Yin auffüllen.
Mit Knoblauch, Koriandersamen und Chilischote wird das Ganze schon ziemlich heiß; ein berühmt-berüchtigtes Mittel, um dem Schweiß mit dem Schweiß den Garaus zu machen, vergleichbar mit einem Saunagang im Sommer! Wer es nicht gar so heiß mag, sollte Chilischote und Knoblauch nicht anbraten oder durch Bärlauch ersetzen. Man könnte das Süppchen auch abkühlen lassen und den erfrischenden Effekt von Kokosmilch und Zitronensaft mehr zur Geltung kommen zu lassen.”

Sommerliches Tomatenrisotto

Donnerstag, 14. Juli 2016 0 KOMMENTARE

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Das Wetter macht mich fertig, ehrlich. Ein Tag brütend heiß, am nächsten Tag 10 Grad weniger, kalt und nass. Ich weiß nicht, wie viele Gerichte ich geplant und wieder verworfen hatte, weil mir der Wetterumschwung jedes Mal einen Strich durch die Rechnung gemacht hat: selbstgemachtes Himbeereis bei 20 Grad und Nieselregen – nee, eher nicht. Tomatensuppe bei gefühlten 30 Grad im Schatten – nein, danke. Aber jetzt! Jetzt kommt DAS Rezept für diesen unbeständigen Sommer – ein Tomatenrisotto, das einfach immer geht! Wunderbar leicht an heißen Tagen und mit angenehm wärmender Wirkung für die kühleren. Der Clou: die Backofentomaten, die dem Risotto ein unvergleichliches Aroma bescheren. Zusammen mit knusprig-frittierten Kapern, gerösteten Pininenkernen und frischem Basilikum entsteht ein wunderbares Sommergericht, egal was das Wetter uns gerade beschert.

Für 2 Personen:

  • 2 kg Fleischtomaten
  • 2 Schalotten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 El natives Olivenöl
  • 2 El Aceto balsamico
  • 150 g Risotto-Reis
  • 1 El vegane Butter
  • 1 Schuss Weißwein
  • Salz
  • natives Olivenöl
  • 20 Kapern
  • 20 g Pinienkerne
  • 1 Handvoll Basilikum

Knoblauch und eine Schalotte geschält und halbiert zusammen mit den Tomaten auf ein hohes Blech legen. Beim Backen geben die Tomaten Flüssigkeit ab, die später mit in das Risotto gegeben wird. Olivenöl und Balsamico über den Tomaten verteilen und großzügig mit Salz würzen. Im vorgeheizten Ofen bei 200° 15 Minuten backen, danach abkühlen lassen. Tomatenschalen abziehen, den Strunk entfernen und die Tomaten in einem Topf grob zerkleinern. Den Sud vom Backblech (inkl. Knoblauch und Schalotten) dazu gießen.
Eine Schalotte fein hacken und mit der veganen Butter glasig dünsten. Reis dazu geben und kurz mitdünsten. Mit Weißwein ablöschen und nach und nach mit der “Tomatensuppe” auffüllen, dabei gelegentlich umrühren.
Für die frittierten Kapern etwas Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen und die Kapern so lang darin frittieren, bis sie nicht mehr brodeln. Dann sind sie schön knusprig.
Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl goldbraun rösten und Basilikumblätter hacken. Basilikum unter das Risotto heben und es mit Salz abschmecken. Mit Pinienkernen und Kapern garnieren.

Sommer-Müsli

Montag, 20. Juni 2016 0 KOMMENTARE

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Eigentlich gibt es bei uns jeden Morgen Porridge – eigentlich. Denn seit einiger Zeit kräht Leon morgens auch schonmal nach Müsli, das er in der Kita kennengelernt hat, und das für ihn eine spannende Abwechslung zum Brei darstellt. Weil es so schön knuspert. Es sei ihm gegönnt, allerdings nicht das fertig gekaufte Müsli, da ist mir einfach zuviel Zucker drin. Also machen wir unser Müsli jetzt selber und Leon hilft kräftig mit, alle Zutaten miteinander zu verrühren und auf dem Backblech zu verteilen. Zwischendurch darf genascht werden, was ihm einen Heidenspaß bereitet, und wenn es warm aus dem Ofen kommt, gibt es ein erstes Schüsselchen mit Mandeldrink, mmmmmmh :-)
(Im Übrigen auch ein ganz tolles Topping für Porridge – wem Müsli in diesem Sommer noch zu kalt ist)

Für ca. 1,3kg:

  • 280 g Haferflocken
  • 60 g Weizenkeime
  • 200 g Nüsse (nach Belieben), grob gehackt
  • 70 g Kokosraspel
  • 50 g ganzer Leinsamen
  • 130 g Sonnenblumenkerne
  • 130 g Kürbiskerne
  • 1/2 Tl Salz
  • 200 g Trockenfrüchte, grob gehackt
  • 125 ml Wasser
  • 3 El Reismalz

Backofen auf 225° Ober- und Unterhitze vorheizen.
Alle Zutaten, bis auf die Trockenfrüchte, in einer Schüssel vermengen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes, tiefes Blech geben.
Wasser und Reismalz verrühren, über das Müsli träufeln und zu einer bröseligen Mischung mit den Händen vermengen.
Das Müsli auf der unteren Schiene ca. 20 Minuten rösten und gelegentlich wenden, bis es trocken und goldbraun ist. Die Trockenfrüchte 5 Minuten vor Backzeitende dazu geben.